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Der Audi R8 LMS GT3 von Land-Motorsport mit der Startnummer 23 rollt frontal auf die Kamera zu. Dahinter wartet ein dunkler Lamborghini Rennwagen vor der Tribüne des Hockenheimrings.

Wenn sechs Serien auf ein Motodrom treffen.

Motorsport, 2024, ADAC Racing Weekend Hockenheim

Drei Tage Hockenheimring. Sechs Rennserien. Und eine Augusthitze, die im Motodrom nirgendwo hin kann. Das ADAC Racing Weekend 2024 hatte keinen einzelnen Höhepunkt. Es hatte Dauerbetrieb.

Vom ersten Freien Training am Freitagmorgen bis zur letzten Zielflagge am Sonntagabend liefen sechs Serien nebeneinander: das GTC Race mit GT3 und GT4 samt Ein-Stunden-Rennen GT60, die Spezial Tourenwagen Trophy, der ADAC Tourenwagen Junior Cup, der Prototype Cup Germany, die Cup & Tourenwagen Trophy und das Tourenwagen & GT Revival, das nach zwei Jahren Pause zurück auf die Strecke kam.

LMP3-Prototypen. GT3-Boliden. Seriennahe VW up! GTI mit Fahrern, die gerade ihre ersten Rennen bestreiten. Und DTM-Replikas, die vor dreißig Jahren schon hier standen. Selten liegen so viele Motorsport-Welten so dicht beieinander.

Für uns heißt so ein Wochenende vor allem: Timing. Wissen, wo man steht, wenn es zählt. Wann sich der Weg in die Boxengasse lohnt und wann man ihn besser spart. Welche Kurve am Vormittag funktioniert und welche erst, wenn die Sonne tiefer steht. Ein Zeitplan mit sechs Serien verzeiht keine Umwege.

Und dann ist da der Teil, der auf keiner Ergebnisliste steht. Der Fahrer, der sich Sekunden vor dem Start den Helm über den Kopf zieht. Der Mechaniker, der den Wagen ohne Motor zurück in die Box schiebt. Der Pokal, der auf dem Podium hochgerissen wird, bevor jemand nachdenken kann. Das sind die Bilder, die ein Rennwochenende erzählen – nicht nur belegen.

Genau dafür sind wir auf der Strecke: Motorsport ist schnell, laut und vorbei, bevor man ihn zweimal ansehen kann. Unsere Aufgabe ist es, ihn festzuhalten, so wie er war.

Das nächste Projekt ist eures. Lass uns reden.